Ausbildungsberuf: Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement


Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement der Fachrichtung Großhandel kaufen Güter aller Art bei Herstellern bzw. Lieferanten und verkaufen sie an Handel, Handwerk und Industrie weiter. Sie sorgen für eine kostengünstige Lagerhaltung und einen reibungslosen Warenfluss, d.h., sie überwachen die Logistikkette, prüfen den Wareneingang sowie die Lagerbestände, bestellen Ware nach und planen die Warenauslieferung. 

 

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Angebote insbesondere hinsichtlich Art, Beschaffenheit, Qualität, Menge, Preis, Verpackungskosten, Lieferzeit sowie Liefer- und Zahlungsbedingungen vergleicht
  • wie logistische Dienstleistungen nach ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten beurteilt und Verträge abgeschlossen werden
  • auf welche Weise man den Bedarf an verschiedenen Artikeln und Warengruppen unter Berücksichtigung der Umsatz- und Bestandsentwicklung sowie die Absatzchancen ermittelt
  • wie man Vorschläge für die Zusammenstellung marktorientierter Sortimente unter Berücksichtigung branchenüblicher Produkte entwickelt
  • wie man Liefertermine festlegt und kontrolliert und was bei der Bearbeitung von Reklamationen zu beachten ist
  • welche Service-, Kundendienst- und Garantieleistungen angeboten werden und wie man ihre Wirkung als Marketinginstrument darstellt
  • was bei der Pflege der Beziehung zu Kunden und Geschäftspartnern zu beachten ist und wie man Maßnahmen der Kundenbindung durchführt sowie kundenorientiert handelt
  • wie man Logistikdienstleistungen auswählt und einsetzt
  • welche Maßnahmen zur Steuerung von Warenfluss und Lagerbestand durchzuführen sind
  • wie man Anliefertermine überwacht, Waren annimmt, prüft und dokumentiert sowie Reklamationen durchführt Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.


Anforderungen:

  • Sorgfalt (z.B. beim Durchführen der Betriebsbuchhaltung oder beim Kontrollieren der Waren)
  • Kontaktbereitschaft (z.B. mit Kunden und Lieferanten)
  • Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen (z.B. beim Führen von Vertragsverhandlungen über den Kaufpreis bzw. über Lieferkonditionen)
  • Kaufmännisches Denken (z.B. beim Erstellen von Kalkulationen und Angeboten)


In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:

  • in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Marketing planen, durchführen und kontrollieren, Unternehmensergebnisse aufbereiten, bewerten und nutzen)
  • in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

 

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET – Stand 08/2019